Langsam aber sicher werden die Nächte kühler und die Tage kürzer  – Herbst eben. Fleißige Gartenarbeiter werden es bemerken – die Rasengräser wachsen langsamer und werden manchmal vom Ansatz her ein wenig gelblich.

Jetzt ist die ideale Zeit, um zu vertikutieren, den Rasenfilz, der sich über den Sommer hin angesammelt hat zu entfernen. Speziell bei Mulchmähern oder Rasenrobotern sammelt sich da so einiges an. Um nun den Luftaustausch zu fördern, sollte diese Filzschicht entweder mit dem Handvertikutierer, dem Laubrechen oder dem Vertikutieren entfernt werden. Auch das Nachsäen zeigt im Herbst gute Erfolge bei überschaubarer Pflege. Unebenheiten können sehr gut mit Rasenerde ausgebessert werden. Sie enthält genügend Sand und Humus, um ein gutes An- oder Durchwachsen der Rasengräser zu gewährleisten. Entfernen Sie Laub von ihren Rasenflächen, damit keine Fäulnis oder pilzige Flecken entstehen.

Wichtig: der Dünger sollte im Herbst umgestellt werden. Düngt man ab März bis August mit viel Stickstoff, so braucht der Rasen im Herbst und Winter vor allem Kalium und Magnesium, um sich gegen Frost und Pilzkrankheiten wie Schneeschimmel oder Dollarflecken zu wappnen.

Wir empfehlen ihnen den Manna Herbst- und Saatdünger von Hauert. Dieser organisch-mineralische Dünger bringt genug Kalium für eine gute Winterhärte und ein gutes Keimen und Austreiben der Nachsaat.

Im Frühling dann können sie ganz nach Bedarf mit Manna Rasendünger mit Bodenaktivator oder den bewährten Produkten Rasaflor und Bodenaktivator von Oscorna düngen, um das frische Grün zu fördern.

Gerne beraten Sie unsere Fachleute im Gartencenter in Telfs über die richtige Pflege und Pflegeprodukte für Ihren Rasen.

Viele heimische Sträucher eignen sich hervorragend für den Einsatz als Vogelschutzhecke. Sie bieten einerseits Verstecke für die Nester, andererseits sind sie Nahrungsquelle für heimische Insekten, die wiederum wichtig für die Ernährung der Vögel während der Brutzeit sind. Für den Winter bleiben dann oft Beeren und kleine Nüsschen als Vorrat an der Pflanze. So fühlen sich die heimischen Vogelarten besonders wohl.

Hier ein paar Beispiele:

Sambucus niger – der echte Holunder. Auch viele kompakte Sorten verwohnen die Vögel mit Beeren in den Wintermonaten.

Cornus masdie Kornelkirsche/Dirndlstrauch bietet nicht nur den Bienen im Frühling den allerersten Nektar und Pollenschmaus, sondern verwöhnt auch die Vögel mit kleinen „Kornel-Kirschen“ die zwar etwas säuerlich schmecken, aber voller Vitamine und Mineralstoffe sind. Will auch der Gartenbestizer etwas davon abhaben, dann nimmt man die etwas großfrüchtigeren Ertragsobstsorten ‚Jolico‘ oder ‚Echte Schönbrunner Dirndl‘

Euonymus europaeus – Pfaffenhütchen. Dieser Spindelstrauch ist bei Vögeln sehr beliebt und bringt mit seinen pink-orangen Früchten reichlich Farbe in den Garten. Besonders schön ist die kanllroste Herbstfärbung der Blätter.

Viburnum – der Schneeball. Hier sind vor allem zwei heimische Arten zu nennen: der Viburnum opolus – der gewöhnliche Schneeball und Viburnum lantana, der wollige Schneeball. Beide machen Beeren, die sich bis in den Winter gut auf dem Strauch halten – aber Vorschicht, manche Sorten wie Roseum bilden keine Früchte, dafür aber besonders schöne Scheinblüten.

Wildrosen – zum Beispiel die Hundsrose (Rosa canina) oder die Kartoffelrose (Rosa rugosa) eignen sich besonders durch ihre Hagebutten und Ihre Stacheligen Triebe als Vogelnährgehölz.

 

Weitere Gattungen und Arten – ohne Anspruch auf Vollzähligkeit …
Eberesche, Traubenkirsche, Schlehdorn, Gewöhnliche Berberitze, Sanddorn, Hasel, Faulbaum, Liguster, Efeu, Weinrose, Rotblatt-Rose, Zimt-Rose …

 

Je nach Pflanzengröße benötigt man eine unterschiedliche Anzahl von Pflanzen für eine Hecke. Bei gängigen Größen bis zu 125/150 reicht ca. 1 bis 2 Stück pro Laufmeter Hecke. Die Heckenpflanzen sollten alle paar Jahre geschnitten und das Schnittgut eingeflochten werden, um die Stabilität und die Versteckmöglichkeit zu erhöhen.

Achtung, viele dieser Pflanzen brauchen ausreichend Platz. Von der Breite her muss man schon an die 1-2 Meter zur Verfügung haben. Schlanke Hecken sind mit diesen Wildpflanzen nicht wirklich zu machen. Lassen sie sich gern in unserem Fachgartencenter beraten. Im Herbst ist die ideale Pflanzzeit für solche Hecken – dann bleibt den Wurzeln noch genügend Zeit, den Boden zu erschließen, bevor es an den Neuaustrieb im nächsten Frühjahr geht.

Viele unsere geliebten Frühlingsblüher wie etwa Tulpen oder Narzissen, Krokus, Traubenhyazinthe … sind bewährte Zuchtformen die bereits seit Jahrhunderten bei uns gezogen, gekreuzt, gehandelt und ausgepflanzt werden, ohne wirklich über ihre Herkunft und Geschichte Bescheid zu wissen .

Zwar hat nicht jede Pflanze eine so spektakuläre Geschichte wie die Tulpe, die bereits im 17. Jahrhundert zum ersten Börsencrash in Europa geführt hat, aber trotzdem ist es äußerst interessant ein wenig mehr über die Geschichte zu erfahren.

Ursprünglich in den Steppengebieten zwischen der Türkei, Irak, Iran bis hin nach Pakistan beheimatet wurde sie bereits lange vor der holländischen Tulpomanie domestiziert und weitergezüchtet. Bereits osmanische Sultane haben die Tulpen in ihren Gärten gesammelt. Da die Form der Tulpenzwiebel sehr an die damals gängige Kopfbedeckung erinnerte, wurde das arabische Wort „Tulipan“, das eigentlich Turban bedeutet für die Tulpe (bot. Tulipa) eingeführt und ist bis heute die gültige Bezeichnung.

Die Tulpen galten als Symbol für Macht und Reichtum und erreichten schließlich im 16. Jahrhundert die Niederlande, von wo aus sie ihren Siegeszug in die Gärten der Europäischen Fürsten antraten. Tulpen und vor allem neue Züchtungen und Farben wurden sogar an der Börse von Amsterdam gehandelt. Zur Hochzeit der Tulpomanie war der Wert einer Zwiebel mit dem Wert eines Stadthauses in Amsterdam gleichzusetzen. Da wundert es nicht, dass als die Nachfrage stockte, plötzlich der Wert ins bodenlose viel. Einige Spekulanten verloren Haus und Hof und sogar ihr Leben, als sie die Schulden nicht mehr bezahlen konnten, die sie für den Kauf einer Tulpenzwiebel angehäuft hatten.

Heute ist die Tulpe eine der beliebtesten Schnittblumen und besonders in den Frühlingsmonaten (Jänner bis April) in jedem Blumenladen zu finden. Allein zum Valentinstag rechnen die holländischen Produzenten mit ca. 100 Millionen verkauften Schnitt-Tulpen

Diese Beliebtheit im Frühling hängt mit dem Wachstumszyklus der Pflanzen zusammen, die nach der Kühlperiode im Winter im zeitigen Frühjahr beginnen zu blühen, um so noch vor der Konkurrenz im Garten ihre volle Pracht zu entfalten und die bestäubenden Insekten anzulocken.

Pflanzen Sie die Tulpen für Ihren Garten bereits im September/Oktober. Sie brauchen eine Kühlperiode um dann im Frühling so richtig zu erblühen. Wir haben heuer wieder mehr als 60 Sorten von Blumenzwiebeln, offen einzeln oder im Vorteilspack!

Selbstversorger-Gärten sind immer mehr im Trend. Nicht nur, dass man weiß, was drin ist und wo es herkommt, auch die Gartenarbeit selbst führt zu einem gesünderen, stressfreieren Lebensumfeld für die ganze Familie, das immer mehr unserer Kunden zu schätzen wissen.

Nach dem Hochbeet-Trend der letzten Jahre, zeigt sich auch, dass diese Beete immer länger, fast schon durchgehend genutzt werden können. Die Saison startet früher im Jahr und dauert, durch den Einsatz spezieller Wintergemüse-Sorten auch bis weit in die kalte Jahreszeit hinein. Neben den üblichen Verdächtigen wie Winterporree und Feldsalat etablieren sich immer mehr andere Gemüsesorten in unseren herbstlichen Gärten. Endivien in glatten und gekräuselten Formen eignen sich ebenso für die Winterernte, wie Zuckerhut, Kohlrabi, Palmen- und Schwarzkohl, Radicchio, Brokkoli, Chinakohl in rot und grün, Sprossenkohl, Mangold, Pakchoi und Pastinaken …

Durch die Ernte auch im Winter „frisch aus dem Beet“ erspart man sich Lagerplatz, Kühlung oder das Einfrieren der Produkte. Sie verlieren so keine Vitamine, im Gegenteil, der Vitamin- und Mineralstoffgehalt der Wintergemüse ist sogar deutlich erhöht gegenüber schnellwachsendem Sommergemüse.

Im Internet finden sie die tollsten Rezepte für Wintergemüse, Suppen, Gemüseaufläufe, pikante Beilagen etc. – bei uns bekommen Sie die Beratung und gesunde, biologische rückstandskontrollierte Jungpflanzen für ihren eigenen Gemüsegarten.

Wir pflegen unsere Jungpflanzen mit Effektiven Mikroorganismen, Gesteinsmehl und Kräuterauszügen und bieten so die ideale Starthilfe für einen erfolgreichen Gemüsegarten im Winter.

Sie erhalten unsere Wintergemüse bereits ab Mitte Juli in unserem Fachgartencenter. Je nach Nutzung des Beetes kann die Pflanzung von Wintergemüsen noch bis Ende August erfolgen, danach muss man sich schon auf den Wettergott verlassen, damit die Wintergemüse noch zur Erntereife kommen.

Stauden bilden zusammen mit den Gehölzen und den „einjährigen“ Pflanzen die Grundlage für eine artenreiche, bunte und immer wieder blühende Bepflanzung in unseren Gärten.

So verlässlich die Stauden aber jedes Jahr wieder „von selbst“ auszutreiben und zu blühen, so unterschiedliche sind ihre Ansprüche an Boden, Licht oder Wasserverhältnisse.

Schattenstauden vertragen zwar keine allzu heißen Standorte, gedeihen aber im Schatten oder Halbschattenbereich besonders gut. Hier sind auch einige fleißige Blüher zu finden, die aus unseren Gärten kaum noch wegzudenken sind.

Bei richtiger Pflege können wir Stauden langlebiger, gesünder, blühfreudiger, wuchsstärker, konkurrenzfähiger machen oder einfach nur die Blütezeit ein wenig ausdehnen.

Folgende Pflegeschritte werden hier unterschieden:

Remontierschnitt
Totalrückschnitt der Stauden, in der Regel unmittelbar nach der Blüte (bevor die Samen ausreifen!) etwa 5 bis 10 cm über dem Boden. Dabei krankes, geknicktes oder abgestorbenes Laub entfernen. Eine Düngung und ordentliches Wässern sorgt für einen gesunden Neuaustrieb, guter Bestockung und eine zweite Blüte nach einigen Wochen. Pflanzenbeispiele: Rittersporn, Ziersalbei, Geranium …

Nachblütenschnitt
Totalrückschnitt der Stauden unmittelbar nach der Blüte. Zirka eine Handbreit über dem Boden. Die Pflanzen wachsen gesünder nach, entwickeln neue Blätter, aber nur selten einen neuen Blütenflor. Die soll neben der Gesundheit der Pflanzen auch die Lebensdauer erhöhen und die Aussaat verhindern. So kann man die Sortenechtheit gewährleisten und die gewünschte Farbe erhalten.
Pflanzenbeispiele: Frauenmantel, Orientalischer Mohn

Ausschneiden
Laufender Rückschnitt verblühter Blüten oder Blütenstände. Dies verlängert die Blütezeit, verhindert die Selbstaussaat und erhält die Sorte. Pflanzenbeispiele: Phlox, Sonnenauge

Vorblütenschnitt
Einkürzen der Triebspitzen vor der Blütenknospenbildung. So wird die Blütezeit um 2-3 Wochen hinausgezögert. Macht man dies bei jeder 2. Pflanze, so kann man die Blütezeit deutlich verlängern, die Standfestigkeit erhöhen und eine bessere Verzweigung fördern. Pflanzenbeispiele: Ysop, Phlox

Verjüngung
Die Teilung überalterter Bestände verhindert ein vergreisen der Pflanzen. Dieser Pflegeschritt erfolgt meist im Frühjahr und kann auch der Teilung und der Vermehrung dienen. Die Pflanzen werden vitaler, blühfreudiger und die Lebensdauer auf dem Standort wird entscheiden erhöht. Pflanzenbeispiele: Margeriten, Iris, Gräser …

Weitere Tipps über Pflege, Vermehrung, Winterschutz, Düngung oder Pflanzgemeinschaften holen sie sich bei uns im Fachgartencenter. Wir beraten sie gerne.

Die meisten kennen ihn, den „Gefurchten Dickmaulrüssler“. Er tritt in den Sommermonaten meist als erwachsener Käfer auf, der ein typisches Fraßbild an vielen unserer Gartenpflanzen hinterlässt. Der Fachmann spricht hier vom „Halbmondförmigen Buchtenfraß“, also eine halbrunde Einkerbung vom Blattrand her.

Die Käfer sind nachtaktiv, daher für unsere Vögel nicht wirklich zu fangen. Am Tag verstecken sich die Käfer in der Streuschicht am Boden oder im Rindenmulch. Besonders auf immergrünen Pflanzen ist das Fraßbild dauerhaft störend. Zwischen Juni und August findet man den Käfer in der Dämmerung an den Blättern oder man legt Köderbrettchen auf dem Boden aus.

Am zielführendsten werden die Larven des Dickmaulrüsslers in den Monaten September/Oktober oder April/Mai mit Nematoden bekämpft. Diese sollten in einer feuchten Phase eingegossen werden und befallen die Larven der Rüsselkäfer-Arten und übertragen bakterielle Infektionen, die in 1-2 Tagen zum Tode der Larven führen.

Führt man sich vor Augen, dass ein Weibchen ca. 1000 Eier legen kann, sollten die neuen Laven konsequent – auch gerne mit dem Nachbarn zusammen bekämpft werden.

Eine relativ neue Methode ist die Bekämpfung mit Pilzreis. Dieses Produkt ist eigentlich ein Pilz, der die Larven der Dickmaulrüssler befällt und über Jahre im Boden bleibt und die neu abgelegten Eier der Dickmaulrüssler angreift. Besonders effektiv wirkt dieses Produkt bei Neupflanzungen von Kirschlorbeer oder Rhododendren usw., kann aber auch nachträglich z. B. mit einer Grabgabel oder einem Spaten eingearbeitet werden.

Wir beraten Sie gerne in unserem Fachgartencenter in Telfs.

Kompost ansetzen – aber richtig!

Kompost ist ein besonders wertvoller Helfer im Garten. Dabei sollte man aber darauf achten, dass man keinen Kompost „unbekannter Herkunft“ für seinen Garten verwendet. Immer wieder bekommen wir Kompostproben, die unangenehm riechen oder kleine Müllteile enthalten. Besonders für Recycling-Produkte ist hier Vorsicht geboten – hier werden nämlich nicht wertvolle Rohstoffe verarbeitet, sondern nur organische Abfälle entsorgt, das ist ein wesentlicher Unterschied. Nicht alles, was ich aus meine Garten entferne, will ich dann mit Klärschlamm vermischt als „Kompost“ wieder zurückbekommen.

Deshalb haben wir ein paar Tipps für ihren Komposthaufen zusammengestellt.

  1. Verwenden Sie gerne Gartenabfälle aus dem eigenen Gemüsebeet oder Garten – dies fördert den lokalen Stoffkreislauf und verhindert unsinnige Fahrten.
  2. Versuchen Sie kranke Pflanzenteile oder Schädlinge auszusondern und über die braune Tonne zu entsorgen. Sie wollen keine Pilzsporen oder Schädlingslarven im Garten horten …
  3. Verhindern sie Fäulnis im Kompost. Material gut durchmischen, Rasenschnitt antrocknen lassen und gut mit lockerem Material mischen! Fäulnis zieht Schnecken an!!!
  4. Aktivieren Sie die Zersetzung mit positiven Zuschlägen wie Effektiven Mikroorganismen (EM), Kompostbeschleuniger oder Gesteinsmehl. Alles was sie Positives dazugeben – kommt dann auch dem Boden zu Gute – da geht nichts verloren.
  5. Pflanzenkohle (RoPro-Streu) in dünnen Schichten beigemengt, hilft die Nährstoffe zu fixieren. So wird aus dem Kompost eine Art – Terra Preta – die, die Nährstoffe nachhaltig speichert und Nährstoffe nicht mit dem nächsten Regenguss wieder freigibt.
  6. Wärme ist gut. Ein gutes Zeichen für die Aktivität im Komposthaufen ist die Erwärmung. Dies kann bis zu 70 °C erreichen und so werden viele Krankheitskeime und Unkrautsamen abgetötet.
  7. Setzen sie den Kompost 2 bis 3mal um, um einen gleichmäßigen Verrottungszustand zu gewährleisten.
  8. Nach dem Sieben können Sie den Kompost noch einige Wochen, besser Monte lagern, damit keine Schäden auf den Pflanzenwurzeln mehr entstehen können.
  9. Geben Sie den Kompost nie direkt zu den Wurzeln – Kompost ist die Nahrung für Klein- und Kleinstlebewesen, sie zerlegen den Kompost zu Nährstoffen, die dann für die Pflanzen verfügbar sind.

Viele dieser Produkte bekommen sie im Fachhandel – natürlich auch direkt bei uns im Gartencenter:

Was ist das Besondere an RoPro-Streu Pflanzenkohle?

Unsere RoPro-Streu Pflanzenkohle ist mikrobiell voraktivierte und gealterte Pflanzenkohle. Während ihrem 2-jährigen Lagerungsprozess wird unsere Pflanzenkohle in einem europaweit einzigartigen Prozess in ihrer Gesamtstruktur mit Effektiven Mikroorgansimen besiedelt.

In den zwei Jahren wird sie im Freien gelagert und ständig gewendet. Sie hat nun Zeit, nicht nur auf der äußeren Oberfläche eine mikrobiologische Besiedlung zu erhalten, sondern ist in ihrer Gesamtstruktur von einem Mikrobennetzwerk überzogen.

Der Einsatz von Nützlingen ist im Gartenbau und in der Gemüseerzeugung oft schon gängige Praxis. Im Hausgartenbereich wird die unkomplizierte Anwendung auch immer beliebter. Einige Grundsätze sind dabei aber zu beachten:

Erstens: keine Nützlinge ohne Schädlinge
Es müssen bereits Schädlinge anwesend sein, damit sich die Nützlinge auch entsprechend ernähren und vermehren können. Ideal ist der Nützlingseinsatz bei „beginnendem Schädlingsbefall“. Dazu ist eine regelmäßige Kontrolle zu empfehlen – aber im Fall von Blattläusen kann man immer von einem beginnenden Befall Anfang/Mitte Mai ausgehen. Wenn es einem auffällt, dann sind die Blattläuse oft schon in Massen auf den Pflanzen zu finden – eigentlich zu spät, um Schäden zu verhindern. Hier kann nur eine massive Anzahl von Nützlingen schnell Einhalt gebieten.

Zweitens: Vorsicht bei Pflanzenschutzmitteln
Verwendet man Pflanzenschutzmittel zur Schädlingsbekämpfung, wirken sich diese meist über Wochen schädlich auch auf die Nützlinge aus. Deshalb sollte man auf den Einsatz von Chemischen Keulen ganz verzichten, wenn man mit Nützlingen arbeiten will.
Auch biologische Mittel die das entwicklungshemmende „Neem“ enthalten schädigen eben auch die Entwickelung von Nützlingen.

Drittens: Pflanzenstärkung schadet den Nützlingen nicht
Viele Pflanzenstärkende Mittel wie Schachtelhalmbrühe, Knoblauchwasser, Zwiebelsud, oder fertige Produkte wie „Scharfes Blond“, Effektive Mikroorganismen oder RoPro 13/20 stärken die Außenhaut der Pflanzen ohne die Nützlinge zu gefährden. Sie sind also ideal um die Nützlinge zu unterstützen und die Pflanzen gesund zu halten.

Viertens: Nützlinge gibt es nicht „auf Lager“
Alle Nützlinge werden von den Produktionsbetrieben direkt zu uns oder zu ihnen nach Hause geliefert – ganz wie sie es wünschen. Es handelt sich hier um lebende Tiere, daher werden sie nicht über das Wochenende verschickt, sondern nur in gekühlten Thermobriefen für den Versand am Montag oder Dienstag vorbereitet. So kommen Sie garantiert am Mittwoch, Donnerstag oder Freitag an.

Auch wir verwenden in unserem Gartencenter verschiedene Nützlinge um die zuwandernden Schädlinge im Zaum zu halten.

Florfliegen gegen Blattläuse und Tripse, Australischen Marienkäfer gegen Woll-Läuse auf Nadelgehölzen, Schlupfwespen-Mischungen gegen die verschiedensten Läuse auf Beeren und Obstbäumen – als „Luftwaffe“ sozusagen …auch die altbewährten Nematoden gegen den Dickmaulrüssler erhalten Sie bei uns.

Die eingesetzten Nützlinge suchen die Pflanzen selbstständig nach Schädlingen ab und vermehren sich, wo es nötig ist. Wenn keine Schädlinge mehr zu finden sind, wandern sie in die umgebende Natur aus, wo sie den Druck der Schädlinge auch eindämmen und so auch beim Nachbarn für gesunden Pflanzen sorgen. Bei Bedarf wandern die Nützlinge auch wieder zu uns zurück.

Vielfach werden unsere Mitarbeiter*innen gefragt, wie das nun wirklich sei, mit dem biologischen Pflanzenschutz und so …

Klare Antwort: Bei uns gibt es zwar nicht nur Bio-Pflanzen, weil das in der Zierpflanzenproduktion noch nicht lange genug Thema ist (Viele unserer Pflanzen sind 20 Jahre oder mehr …), bei uns werden aber alle Pflanzen nur mit biologischen Pflanzenstärkungsmitteln, Biologischen Pflanzenschutzmitteln und notfalls auch mit Nützlingen behandelt.

Im Detail erhalten alle Pflanzen ca. alle 7 bis 10 Tagen eine Dusche aus EM (Effektiven Mikroorganismen), die stärken die Vitalität der Wurzeln, verhindern Fäulnis und Krankheiten behandelt. Zusätzlich wird je nach Bedarf „Scharfes Blond“, eine Kräutermischung aus Knoblauch, Pfeffer, Pfefferoni, Ingwer, Chilli und Biokräutern hinzugefügt, das verwirrt die Schädlinge und macht die Pflanzen für Blattläuse unattraktiv. Bei starkem Pilzdruck wie bei langen Regenperioden verwenden wir zusätzlich entweder RoPro 13/20 eine Gesteinsmehlmischung oder Ackerschachtelhalm-Extrakt gegen Pilzkrankheiten.

Der Trick bei all den biologischen Maßnahmen ist die exzellente vorbeugende Wirkung. Also pflegen wir die Pflanzen bevor die Krankheiten entstehen.

Punktuell müssen wir natürlich auch gegen Blattläuse vorgehen – schließlich verlangen ja unsere Kunden zu Recht die allerbeste Qualität – dann verwenden wir ein biologisches Mittel aus Chrysanthemen-Blüten, dass sich sehr rasch wieder abbaut und keine schädlichen Stoffe auf unseren Pflanzen hinterlässt. So können auch Nützlinge eingesetzt werden, die sich dann bei uns und auf den ausgewählten Nützlingsbereichen erholen und vermehren können und so auf unsere Pflanzen aufpassen. Bei Bedarf können auch mehrere Produkte gemischt und ergänzt werden. So bleibt es bei einer Anwendung des Bio-EM-Cocktails.

Für weitere Tipps kommen Sie gerne zu uns ins Geschäft und informieren sich bei all unseren Beratern vor Ort oder holen Sie sich die gratis Broschüre über EM im Garten. Wir haben für die meisten Probleme eine biologische Lösung.