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Aktenzeichen NATUR: Drogenmissbrauch mit Todesfolge

Aktenzeichen NATUR
Drogenmissbrauch mit Todesfolge

 

Aktenlage:
11. Juni 2024, 17.00 Uhr: Nach Meldung eines besorgten Bürgers in der Gemeinde Mieming wurde beobachtet, dass mehrere, offensichtlich unter Drogeneinfluss stehende 7-Punkt-Marienkäfer ihren Arbeitsplatz, einen mit Blau-Schwarzen Blattläusen übersäten Holunderstrauch verließen und besinnungslos zu Boden vielen.

Erster Augenschein
durch unseren Mitarbeiter vor Ort, Gärtnermeister Martin:

Es konnte lediglich festgestellt werden, dass nicht nur die adulten Marienkäfer, sondern auch die halbwüchsigen Larven unter Vergiftungerscheinungen litten. Der Kampf gegen die räuberische Bande der „Aphis sambuci“ (Holunderblattlaus) scheint aussichtslos. Von immer mehr Gärten werden solche Massenüberfälle gemeldet. Die 7-Punkt-Ordnungskräfte scheinen machtlos. Viele Gartenbesitzerinnen melden, dass die Blüten für die Verwendung „Hollersirip“ aus Hygienischen Gründen nicht geeignet sind. Die Ernte scheint verloren.

Anfangsverdacht:
Ameisen, die auch Massenhaft auf dem Holunder vorkommen und mit der Räuberbande Aphi sambuci gemeinsame Sache machen, vergiften mit ihrem Ameisengift die Nützlichen 7-Punkt-Marienkäfer.

Untersuchung im Kriminaltechnischen Labor
der Pflanzenvielfalt in Telfs zeigten aber, dass die Marienkäfer weder durch den unsachgemäßen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, noch durch Ameisengift geschädigt wurden. Bei der Autopsie wurde eine Überkonzentration von Blausäureglykosid „Sambunigrin“ in den Marienkäfern nachgewiesen – ein Holundereigener Abwehrstoff gegen eine große Anzahl von Schädlingen. Lediglich die Holunderblattlaus scheint diesen Giftstoff nicht zu verstoffwechseln, sondern speichert ihn als künstlichen Abwehrstoff im eigenen Körper.

Lösung des Falles:
Viele Marienkäferarten reagieren höchst empfindlich auf das Holundergift und meiden die Holunderblattläuse. Sie setzten deshalb auch kaum Eier und Larven auf den Holundersträuchern ab. Aus diesem Grund treten in jedem Jahr sehr viele Holunderblattläuse auf, ohne den Holunder nachhaltig zu schädigen. Wer die optischen Schäden aushält, der kann mit einem geringen Ernteverlust trotzdem eine Menge Blüten und Beeren ernten.

Durch diese Fähigkeit des Holunders ist auch ein starkes Wachstum und jährlich wachsender Ertrag trotz des Insektenbefalls möglich.

Gegenmaßnahmen:
Es eignen sich andere Nützlinge außerordentlich gut zur Bekämpfung dieser Schwarzen Holunderblattlaus, denn sie sind auf die Abwehrgifte des Holunders kaum empfindlich.
Gärtnermeister Martin empfiehlt den Einsatz von Florfliegenlarven oder die Förderung von Schwebfliegenlarven.

 

 

 

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