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Aktenzeichen NATUR 4: Bandenkriminalität in Zirl

Aktenlage:
 Frau S. aus P. bei Zirl meldet, dass sämtliche junge Salatpflanzen auf ihrem Acker entwendet wurden. Die Tat wurde wahrscheinlich zwischen 22.00 Uhr und 4.00 Uhr morgens verübt. Es wird durch die Geschädigte vermutet, dass ein ganze Bande nötig ist, um in dieser kurzen Zeit den gesamten Acker leer zu fressen.

Erster Augenschein auf dem Acker
 Sofort am nächsten Tag wurde der junge Tatortermittler Elias H. von der „SOKO Pflanzenvielfalt“ auf den Acker beordert um Nachschau zu halten. Er konnte die Angaben der Geschädigten bestätigen, wies jedoch darauf hin, dass die Wurzeln der Pflanzen (inklusive der Presstopfwürfel) noch auf dem Feld erkennbar waren. Es konnten keine Fußabdrücke sichergestellt werden.

Anfangsverdacht:
 Der Anfangsverdacht gegen eine Schar von Krähen konnte sich nicht erhärten, da diese zum fraglichen Zeitpunkt nicht aktiv bei der Nahrungssuche waren. Sie konnten nachweisen, dass die Nachtstunden nicht zu ihrer aktivsten Phase am Tag zählen.

Untersuchung im Kriminaltechnischen Labor
Neben den abgefressenen Jungpflanzen konnten im älteren Salatbestand auch abgeraspelte Blätter und Schleimpuren sichergestellt werden. Die DNA-Analyse ergab, dass diese biologischen Spuren eindeutig von der zugwanderten „Spanischen Wegschnecke“ stammen. Wieder ein Verbrechen, dass von Schlecht Integrierten Ausländischen Lebenformen (SIALF) begangen wurde. Leider kein Einzelfall, wie die Aktenlagen zeigen wird.

Lösung des Falles:
Offenbar schafft die Natur es nicht, diesen Einwanderer, der bereits über 50 Generationen in Zirl verbracht haben, entsprechend zu integrieren. Vielleicht ist eine überfrachtete Monokultur mit gestressten, um Hilfe schreienden Pflanzen keine Natur und deshalb schreien die Pflanzen geradezu um „Hilfe“. Es werden von gestressten Pflanzen nämlich Duftstoffe ausgeschieden, die für die Schnecken geradezu als Lockstoff dienen.

Gegenmaßnahmen:
Auf ein funktionierendes Biologisches Umfeld achten. Keine gestressten Pflanzen einpflanzen (besonders eine Klima- oder Lageänderung beim Transport, z.B. im Sackerl kann zu Stress und dem Ausstoß von Stresshormonen führen.
Duftkräuter wie Thymian, Rosmarien, Lavendel. Salbei, Minze und Melisse wirken auf die Schnecken abstoßend. Vieles spricht hier für die Mischkultur in Verbindung mit Effektiven Mikroorganismen um von Schnecken weniger heimgesucht zu werden.
Schneckenkorn (biologisch oder chemisch) bieten nur dann eine Hilfe, wenn es in kleinen Mengen, immer wieder frisch und durchgängig angeboten wird.

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